Netzwerke

Netzwerke sind keine Erfindung des Menschen sondern zentrales Instrument der Natur zum Informations- und Energieaustausch. Beispielsweise ist das Pilzgeflecht eine Komponente den Wurzeln einer Gemeinschaft von Bäumen als Leiter für den Energie- und Informationsaustausch zu dienen und dabei selbst zu erhalten. Ein alter Baum im Zentrum des Geflechts hat im Laufe der Zeit gelernt unterschiedliche Aspekte der Tages- und Jahreszeiten zu zählen und für das Leben auszuwerten, sowie diese Informationen oder auch über Plagegeister den Verwandten und Freunden mitzuteilen und über andere Dinge mit ihnen zu kommunizieren. Es dauert zwar 1000-mal länger aber die Informationsverarbeitung ist kein Privileg der Menschen.

 

Im Modell der Informationshydrodynamik entstehen aus den Teilchen und ihren Feldern in der Raumzeit Netzwerke, welche sich beispielsweise in der Anordnung der Zentren der Atome bei Metallen wiederfindet. Sie bestehen aus dem Informationsaustausch der Partner. Die Oberfläche einer Flüssigkeit, bspw. einer Zelle, ist Resonator in Abhängigkeit von der Schwingung und Entfernung bspw. einer Gasblase im Innern der Flüssigkeit und kann so besondere topologische Effekte der Informationshydrodynamik aufweisen. Auf zweidimensionalen topologischen Schichten mit einem Isolator auf der einen Seite und einem Supraleiter auf der anderen kann über Anyonen, eine Form der Majoranas, zwischen Innen und Außen ein Gedächtnis dieser Prozesse auftreten. Vertauschen sich dabei identische Anyonen miteinander ist in der Wellenfunktion der Prozess als Gedächtnis abgebildet. Innen und außen spiegeln einander. Winzige Kanäle in den Membranen können Signalmoleküle austauschen und dabei chemische Pulse durch einen Zellverband schicken und somit Informationen verbreiten. Damit sind die Zellen zeitlich und räumlich miteinander gekoppelt sowie gleichzeitig dynamisch, denn die Wellenfunktion verändert sich auch beim Austausch von Majoranas. Auch bei Pilzen oder pflanzlichen, tierischen und menschlichen Netzwerken gibt es dichte Verknüpfungen, so dass jeder mit jedem über sehr wenige Zwischenschritte verbunden ist. Die Menschen dieser Netzwerke haben eine Vielzahl von Verbindungen, die vor allem zwischen Menschen, welche einander ähnlich sind, verlaufen. Als bisher umfangreichste Netze sind neben dem WWW die Finanzstrukturen zu nennen. Die Scheinkräfte laufen entlang des Mainstreams. Es gibt zentrale Figuren, die sich ohne einen Phasenwechsel nicht entfernen lassen. Das Netz ändert dann seinen Charakter. Lässt man jedoch andere zufällig ausgewählte Figuren weg, bleibt das Netz in der Regel stabil.

Netzwerke sind im weitesten Sinn Strukturen von Metronen der mittels Skalarwellen (Sprache / diverser Software / Regeln) synchronisierten Beobachter. Das physische Lebewesen wie auch das Atom z.B. im Metallgitter stellt als Oberwellenträger den Hohlraumresonator für stehende Grundwellen bestehend aus gegenläufigen Wanderwellen der Elektronen und Positronen mit Ausläufern in die Dimensionen Innen und Außen zur Verfügung und ist damit Informations- und Energievermittler bspw. für die elektromagnetische Leitfähigkeit oder auch Struktur eines Leiters in der Elektrotechnik. Auf bzw. von den Stehwellen lassen sich Oberwellen höherer und niedrigerer Frequenzen oder Impulse aufprägen sowie abnehmen.

Netzwerke wie unser Gehirn, in der Computertechnik, Biologie oder der Finanzwelt bestehen aus Verbindungen und Knotenpunkten. Diejenigen von ihnen, welche die meisten Verbindungen haben, rücken immer mehr ins Zentrum. Mehr Verbindungen bedeuten eine höhere Überlebenschance. Das ist in jedem System so. Die Reichen werden immer reicher, denn „Der Teufel kackt immer auf den größten Haufen“, sagt ein Sprichwort. Diese Gesetzmäßigkeit kann man in jeder Gemeinde, Verein oder anderen Systemen beobachten. Entsprechende Regulationsmechanismen, wie zum Beispiel Kontrolle, Transparenz und Ächtung von Fehlverhalten, gerechtere Entlohnungsstrukturen, die Trockenlegung von Steueroasen usw. wirken diesem Ausufern entgegen. Im Finanzsystem haben die Finanzeliten den meisten Einfluss. Mit ihrem Einfluss schalten sie aber die stärkere Regulierung und Aufsicht aus, was mit einer der Gründe für Finanzkrisen ist. Die Wechselwirkung zwischen dem System und den einzelnen Akteuren bestimmt das Geschehen. Mit der immer stärkeren Konzentration auf einzelne Knoten steigen die Anforderungen an diese und das Verhältnis Wirk- zu Blindleistung verschiebt sich. Die Fliehkräfte der Selbstorganisation können dann schmerzhaft werden.

Wie in jedem Netzwerk haben die Eliten zwar den größten Einfluss, aber sie haben keine Kontrolle über das komplexe System an sich. Alle Systeme werden mit der Zeit immer verlinkter, homogener, einseitiger und geraten dadurch in Schieflage. Dann sollten Schalter die das System wieder ausbalancieren greifen. Weil die Eliten den meisten Einfluss haben tragen sie auch die größte Verantwortung dafür das System zu verbessern. Gier verhindert aber Strukturanpassung.

Bei den Zugvögeln gibt es keinen König der die Reise bestimmt, sie ergibt sich aus der Gesamtheit unzähliger Handlungen der einzelnen Vögel. Das Zentrum ist dezentral in uns. Wir sind alle ein Teil des Systems und sollten deshalb unseren Beitrag leisten.