Selbstorganisation

Betrachten wir den Informationsstrom analog den Sternphotonen, die sich über die Photonenmühle in das Photonenmeer ergießt als Erkenntnisprozess der in Wissen übergeht, so kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass das Leben eine höherwertige Energieumwandlung ist. Die Entropie ist das Maß für die Wertlosigkeit der Energie bei der Selbstorganisation. Hochwertige Energie (z.B. Information) muss importiert und geringerwertige Energie (z.B. Elektrizität, Wärme, Arbeit) abgegeben werden um eine Selbstorganisation möglich zu machen. Makroskopische Systeme (Elektron, Mensch, Betrieb usw.) sind nur unter besonderen Bedingungen dazu in der Lage. Die Prozesse dazu müssen weitab vom informationsdynamischen Gleichgewicht stattfinden und die Teilsysteme müssen sich dazu kooperativ verhalten. Große Entfernungen vom informationsdynamischen Gleichgewicht und Kooperativitäten führen zur Nichtlinearität der dynamischen Gesetze des Systems. Nichtlinearität ist eine Voraussetzung für Selbstorganisation. Kooperative Prozesse weitab vom informationsdynamischen Gleichgewicht in nichtlinearen Systemen führen zu dissipativer Selbstorganisation. Sie wird durch einen Strom von Energie, die im Innern entwertet wird, angetrieben. Die Stabilität der Strukturen baut sich auf einer Balance von Nichtlinearität und Dissipation auf, wobei die Nichtlinearität die Funktion der Verstärkung und Aufteilung übernimmt und die Dissipation die Rolle ihrer Abflachung. Es können zwischen diesen beiden dialektisch entgegengesetzten Tendenzen im dynamischen Gleichgewicht hochgradig räumliche, zeitliche oder raumzeitliche Strukturen ausgebildet werden. Eine wesentliche Aussage der allgemeinen Relativitätstheorie ist, dass jede Form von Energie die Raumzeit krümmt. Die Raumzeit ist eine vierdimensionale Mannigfaltigkeit, die sich aus den drei Raumdimensionen (Länge, Breite, Höhe) und der Zeitdimension zusammensetzt. Dieses Gebilde wird durch die Metrik festgelegt. Seine morphologischen Eigenschaften werden durch die Energie verändert. Der physikalische Gehalt ist, dass einerseits jede Energie die Metrik krümmt und andererseits die Metrik dasjenige geometrische Gebilde festlegt auf dem die Energie lokalisiert ist. Die Geometrie sagt der Energie wie sie sich bewegen soll und die Energie diktiert der Geometrie wie sie sich zu krümmen hat.

 

In der Gesellschaft erleben wir die fünfte Kraft als Selbstorganisation:

 

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Ein Faktor für Selbstorganisation ist der Fokus des Selbst mit der Raumzeit, denn das Geheimnis unserer Persönlichkeit liegt darin wie die Zellen unseres Bewusstseins arbeiten. Die hunderte milliarden Zellen im Netzwerk Mensch benötigen Gesellschaft. Es handelt sich auch um lernfähige Algorithmen bei denen hierarchisch gegliederte Rechenknoten und Verbindungen zusammenspielen, welche sich aktualisieren und neu verknüpfen. Sie können aus Messungen, Beispielen und Erfahrungen lernen und verallgemeinern.

Die Abläufe des Elektromagnetismus (AM-moduliert, Spannung) und der Gravitation (FM-moduliert, Strom) können mit einem Datenbanksystem, auf welchem die Zeit eine Spalte und der Raum dreispaltig sind, sowie weiterhin ein zweispaltiger Operator, welcher in gegenläufiger Fuzzyregelung agiert, dargestellt werden. Die Operatoren Innen und Außen geben sich gegenseitig den Sollwert vor. Der prinzipielle Funktionsmechanismus dieser Regelung beruht auf Rückführung der Regelgröße und Eingabe des invertierten Soll-Ist-Wert-Vergleichs in den Regler. Genaue Regelungen sind nur in begrenzten Fällen bei nichtlinearen Regelstrecken möglich.

Ein Mensch ist bspw. in der Lage, mit Hilfe unscharfer Prozess-Informationen über gezielte Eingriffe / Stellgrößen im Prozessablauf eine optimale Prozessführung zu gewährleisten. Er kann nach einer Lernprozedur für das Gleichgewicht auf dem Fahrrad durch gezielte Lenkbewegungen geschwindigkeitsabhängige Stell-Fliehkräfte erzeugen, die dank des menschlichen Gleichgewichtssinns das rollende Fahrrad aufrecht halten. Er kann unscharfe Eingangsgrößen über einen wissensbasierten Regelalgorithmus (Innen) zu einer definierten Stellgröße (Außen) verarbeiten. Der Kennfeldregler beherrscht nichtlineare dynamische Prozesse. Die meist nichtlinearen Mehrgrößensysteme erfordern als Hardware einen programmierbaren Beobachter, Teilchen oder Molekül, weil logische Funktionen berechnet werden müssen. Elektronen in einem Kleinstteilchen können sich nur in bestimmten Grenzen bewegen, was zu einer ständig wechselnden Ladungsverteilung im Kleinstteilchen führt. Sobald der Schwerpunkt der positiven Ladungen vom Schwerpunkt der negativen Ladungen räumlich getrennt ist, kann man von einem Dipol sprechen, denn es gibt hier zwei elektrische Pole. Einzelne unpolare Moleküle kann man jedoch nur als temporäre Dipole bezeichnen, denn ihre Polarität ist von der Elektronenverteilung abhängig, und diese wechselt ständig.

Die Funktionen der Richtungen Außen (Steuern) und Innen (Bewerten) kann in Form der Regelkreise F1 und F2 in der folgenden Abbildung von Prof. Meyl beschrieben werden. Störungen in der Raumzeit werden dabei über Wirbelströme sowie Potentialwirbel strukturiert und ausgeregelt.

 

Raumzeitregler

 

Abbildung aus Potentialwirbel Band 2, Konstantin Meyl, Seite 100f

 

F1 repräsentiert das Durchflutungsgesetz und F2 das Induktionsgesetz bei einer komplexen Lichtgeschwindigkeit c mit komplexer Dielektrizität ε und komplexer Permeabilität μ bei c² = 1/ε·μ. In den Vergleichern wird die Regeldifferenz aus der Führungsgröße w und der Regelgröße x gebildet und den integralen Reglern bei der Relaxationszeit Ƭ1 der Wirbelströme, sowie der Relaxationszeit Ƭ2 der Potentialwirbel zugeführt. Die Regler geben sich dabei wechselseitig den Sollwert vor, nachdem sie jeweils ihre Wirkung auf die Partner interpretiert haben und bilden somit in ihrer Verschränkung die Gesamtregelkreise der Raumzeit. Die kleinsten Flächen zwischen den Richtungen bewirken dabei die Reihenschaltung der beiden Regelkreise in Form der fünften Kraft, welche die Informationshydrodynamik in der Raumzeit als Selbstorganisation repräsentiert.